Fakten zu Veganismus und seinen Vorteilen für Gesundheit, Klima und Umwelt
Seit 6 Jahren bin ich begeisterte Veganerin und beschäftige mich täglich mit unserer Ernährung und ihren Auswirkungen auf Tiere, unsere Gesundheit und die Umwelt. Immer wieder werde ich von Menschen gefragt:
Warum hast du dich für eine vegane Ernährungsweise entschieden?
Welche Vorteile bringt diese mit sich?
Um diese Fragen zu beantworten, aktualisiere ich in diesem Blogbeitrag regelmäßig, Studien, Statistiken, Umfragen und Fakten zu Veganismus. Hier erfährst du, welche gesundheitlichen Vorteile eine pflanzliche Ernährung mit sich bringt und wie sich diese auf die Umwelt auswirkt. Es ist nicht leicht, aussagekräftige Statistiken zu finden. Die besten aktuellen Quellen (Stand 04.2026) habe ich hier zusammengefasst:
Fakten zu Veganern: Wieviele Menschen leben vegan?
- Umfrage des IfD Allensbach: Die Anzahl der Menschen in Deutschland, die sich selbst als Veganer einordnen, lag im Jahr 2025 laut der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse bei 1,7 Millionen. Damit waren es mehr Personen als im Vorjahr (Quelle).
- Statista-Studie: Im Jahr 2025 folgten rund 3% der befragten deutschen VerbraucherInnen einer veganen Ernährung (Quelle).
- EU: Die Zahl der VeganerInnen in der EU wird voraussichtlich von etwa 6,6 Millionen im Jahr 2023 auf fast 8,3 Millionen bis 2033 steigen (Quelle).
- Veganuary: Mehr als 30 Millionen Menschen weltweit probierten im Veganuary 2026 (eine Aktion, die 4 Wochen eine rein pflanzliche Ernährung unterstützt), aus (Quelle).
- Veganer weltweit: Weltweit leben geschätzt 155 Millionen Menschen vegan, die meisten davon in Asien (Quelle).
- Indien ist veganer Spitzenreiter: Hervorzuheben ist Indien, wo etwa 9% der Befragten angaben, sich in der Regel vegan zu ernähren (Quelle).
Fakten zu Vorteilen einer veganen Ernährung für die Gesundheit
- DGE: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) konstatiert, dass eine sorgfältig gestaltete vegane Ernährung gesundheitsfördernd für Erwachsene sein kann. Der Grund: VeganerInnen weisen tendenziell eine bessere kardiometabolische Gesundheit auf, haben niedrigere BMI-Werte und Blutfettwerte wie HDL-, LDL- und Gesamtcholesterin sowie Nüchternblutzucker. Bei der Gesamtsterblichkeit oder Krebshäufigkeit liegen Hinweise für Vorteile einer veganen Ernährung vor (Quelle).
- Bundeszentrum für Ernährung: Erfolge der veganen Ernährung zeigen sich unter anderem in Prävention und (teilweise) Therapie von Übergewicht, Diabetes Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, der ischämischen Herzkrankheit und rheumatoider Arthritis (Link zum BfE).
- Harvard-Studie: Vegane und pflanzenbasierte Ernährungsweisen senken das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, um 23 % (Quelle).
U.S. National Library of Medicine: Das Risiko für Bluthochdruck ist bei Fleischessenden höher als bei vegan lebenden Menschen. Die Studie zeigt, dass 5,8 % der männlichen Veganer Bluthochdruck hatten, verglichen mit 15 % der männlichen Fleischesser. Bei den Frauen hatten 7,7 % der vegan lebenden Frauen Bluthochdruck, im Vergleich zu 12,1 % der Frauen, die Fleisch konsumierten (Link zu pubmed).
NGO Physicians Committee: Studien haben gezeigt, dass pflanzenbasierte Ernährungsweisen den Cholesterinspiegel effektiver senken als andere Ernährungsformen. Fettarme, pflanzenbasierte Ernährungsformen senken den LDL-Cholesterinspiegel in der Regel um etwa 15 bis 30 % (Link zu PCRM).
- University of California L.A.: Eine pflanzenbasierte Ernährung, die reich an unverarbeiteten Lebensmitteln ist, bietet vielversprechende Vorteile für die Krebsprävention und kann individuell an die Ernährungsbedürfnisse während einer Behandlung angepasst werden (Link zu UCLA).
- China Study et al: In Milch und Milchprodukten sind Tierproteine, Sexual- und Wachstumshormone, gesättigte Fettsäuren sowie Cholesterin enthalten. Laut der China Study von Prof. Dr. Campbell ist die übermäßige Aufnahme der Substanzen über die Nahrung für den Menschen gesundheitsschädlich. Milchproteine werden für Diabetes Typ 1 und andere Autoimmunerkrankungen beispielsweise Multiple Sklerose mitverantwortlich gesehen. Zudem erhöht Milch das Risiko für Osteoporose und es konnten Zusammenhänge mit Herz- und Krebserkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes Typ 2, Allergien, psychischen Erkrankungen sowie Alzheimer und andere Demenzformen festgestellt werden (Wikipedia: China Study)
Fakten zu Vorteilen einer veganen Ernährung für Klima & Umwelt
- Umweltbundesamt: Unsere Ernährung gilt sogar als der zentrale Verursacher der Überschreitung von mindestens vier planetaren Belastungsgrenzen. Dabei schneiden tierische gegenüber pflanzlichen Lebensmitteln deutlich schlechter ab, da es mehrere pflanzliche Kalorien benötigt, um eine tierische Kalorie zu erzeugen (Umwandlungsverluste). Durch unseren Ernährungsstil können wir deshalb großen Einfluss auf unseren Umweltfußabdruck nehmen (Link zum Artikel).
- UNO: Fleisch- und Milchprodukte liefern nur 18 % der aufgenommenen Kalorien, beanspruchen jedoch 83 % der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzflächen und sind für 60 % der Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft verantwortlich. Der Umstieg auf gesunde Ernährungsweisen, die Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen, kann dazu beitragen, die Umweltbelastungen in Bezug auf Flächennutzung, Energieverbrauch und Wasserverbrauch zu reduzieren (Link zu United Nations).
- Oxford University: Ein globaler Wandel hin zu einer Ernährung mit weniger Fleisch und mehr Obst und Gemüse könnte bis 2050 bis zu 8 Millionen Menschenleben retten, die Treibhausgasemissionen um zwei Drittel senken und Einsparungen im Gesundheitswesen sowie vermiedene Klimaschäden in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar ermöglichen, so Forschende der Oxford Martin School (Quelle).
- Oxford University (2): Ernährungsweisen ohne tierische Produkte bieten größere Umweltvorteile als der Kauf von nachhaltig produziertem Fleisch oder Milchprodukten (Quelle).
- United Nations Environment Program: Neue Fleisch- und Milchalternativen könnten dazu beitragen, klimaschädliche Emissionen zu reduzieren, denn Tierhaltung ist für bis zu 20% der klimawirksamen Emissionen verantwortlich (Link zu UNEP).
Fakten zu Vorteilen einer veganen Ernährung für Tiere in der Massentierhaltung
Vegane Ernährung hilft Tieren direkt, indem sie die Nachfrage nach Tierprodukten senkt, was Leid in der Massentierhaltung reduziert, Tiere vor Schlachtung bewahrt und wertvolle Lebensräume schont. Zudem verringert vegane Ernährung den Ressourcenverbrauch erheblich, was indirekt Wildtiere durch weniger Umweltzerstörung schützt.
- Jeden Monat rettet eine vegan lebende Person das Leben von 30 Tieren, also ungefähr ein Tier pro Tag, hat die Human League UK errechnet (Quelle).
- Jeden Tag werden durchschnittlich allein in Deutschland 2 Millionen Landtiere geschlachtet, so das Statistische Bundesamt. Geschlachtet werden also jährlich etwa 750 Millionen Tiere (Quelle.)
- Masthühner leiden am meisten, denn 84 % der geschlachteten Tiere sind Masthühner; diese Zahl steigt seit einigen Jahren stetig (Quelle).
- Schweine in der Massentierhaltung: Die gesetzlichen Mindestanforderungen in Deutschland besagen, dass zum Beispiel ausgemästete Schweine, die um die 120 Kilogramm wiegen, nur 0,75 Quadratmeter Platz zur Verfügung haben müssen (WWF.de)
Kühe produzieren (wie Menschen) nur Milch, wenn sie schwanger waren. Deshalb werden sie in der Landwirtschaft regelmäßig künstlich besamt. Unmittelbar nach der Geburt werden die Kälber meist von ihren Müttern getrennt und nach Geschlecht aufgeteilt: Männliche Tiere gehen in die Mast und werden nach wenigen Monaten geschlachtet. Weibliche Kälber werden isoliert aufgezogen und später selbst in der Milchproduktion eingesetzt. Mit veganen Milchalternativen schützt du Kuh und Kälbchen vor diesem traurigen und leidvollen Leben. Lies meinen Beitrag Die Kuh geht freiwillig zum Melken, weil ihr sonst das Euter platzt.
- Hühner hat man zu Hochleistungsmaschinen gezüchtet, sowohl als Legehennen für das Eierlegen als auch als Masthuhn. Die Überzüchtung und der Platzmangel sorgen auch hier dafür, dass man keineswegs von artgerechter Haltung sprechen kann. Schnabelkürzen ist legal, damit sie sich in den engen Käfigen nicht blutig picken. Statt 60 Eiern im Jahr legen sie nun circa 360 Eier im Jahr, statt 50 Jahren werden sie nur noch 3-5 Jahre alt.
Die seriösesten Quellen zu Veganismus
- Statista: Privatwirtschaftliches Marktforschungsinstitut, das eigene Zahlen erhebt und andere Studien und Umfragen zitiert. Mit einem gratis-Account sind alle hier genannten Zahlen einsehbar (Link zu Statista)
- Statistisches Bundesamt: Objektive wissenschaftliche Statistiken werden vom Statistischen Bundesamt bereitgestellt. Die Daten spiegeln nicht nur die aktuelle Situation wider, sondern vermitteln auch Informationen über gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen (Link zu destatis.de).
- Deutscher Tierschutzbund: Die NGO klärt darüber auf, welche Bedürfnisse Rinder, Schweine, Puten, Hühner und Co. haben und wie diese in der Massentierhaltungmissachtet werden (Link zum Tierschutzbund).
- Forschungsinstitut für pflanzenbasierte Ernährung: Die gGmbH widmet sich der Erforschung und wissenschaftlichen Bewertung pflanzenbasierter Ernährungsweisen und veröffentlicht dazu Informationen (Link zum IFpE).
- ProVeg International: Die Ernährungsorganisation hat das Ziel, den weltweiten Tierkonsum bis zum Jahr 2040 um 50% zu reduzieren. Eigene Studien und Umfrage und fundierte Recherche zu anderen ( Link zu ProVeg).
- Greenpeace: Die NGO engagiert sich weltweit für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Mensch und Natur sowie für Gerechtigkeit für alle Lebewesen und smoit auch für Veganismus. Greenpeace arbeitet unabhängig von Regierungen, Parteien und wirtschaftlichen Interessengruppen, sie akzeptieren kein Sponsoring (Link zu Greenpeace.
- PETA: Die Mission der „People for the Ethical Treatment of Animals“: Tierquälerei stoppen, Tierrechte etablieren, Mitgefühl für Tiere stärken. Neben aufmerksamkeitsstarken Aktionen liefern sie auch fundierte Zahlen (Link zu peta.de).
- Faunalytics: Die NGO führt Forschung durch und teilt Wissen, um Tierschutz-Engagierten dabei zu helfen, sich effektiv für Tiere einzusetzen, z.B. eine öffentlich zugängliche Forschungsbibliothek und Originalstudien zu Verhaltensänderung und Kampagneneffektivität (Link zu faunalytics.com).
- Vegconomist: Das Business-Magazin berichtet über die neuesten Entwicklungen in Unternehmen, Organisationen und dem Handel sowie über Produkte, Trends und Märkte zu Vegeraismus und Veganismus (Link zu vegconomist.de).
- Veganivore: Veganivore wurde ins Leben gerufen, um Veganer und umweltbewussten Menschen bei den Themenbereichen Umwelt & Ernährungsfragen, nachhaltige vegane Produkte zu unterstützen (Link zu Veganivore).
- Humane World for Animals: Die NGO engagiert sich dafür, die Welt für Tiere zu verändern. Von Massentierhaltung bis hin zu Welpenfabriken bekämpfen sie die vielen Formen von Tiermissbrauch mit Undercover-Recherchen, Aufklärungskampagnen und politischer Arbeit und bewegen Öffentlichkeit, Unternehmen und Gesetzgeber dazu, im Sinne der Tiere zu handeln (Link zu HWfA).
Zusammenfassung: Fakten zu Veganismus
Nachdem du dich ausgiebig mit den Fakten und vielen Vorteilen von veganer Ernährung beschäftigt hast, bist du vielleicht überzeugt, dass auch für dich eine pflanzenbasierte Ernährung der beste Weg ist, um positive Veränderungen in der Welt und in deinem Leben zu bewirken? Die Auswirkungen der Produktion tierischer Produkte auf die Umwelt, die Tiere und dich sind einfach zu groß, um sie zu ignorieren.
Als Individuum kann jeder einzelne von dazu beitragen, seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und die Ausbeutung von Tieren zu verhindern, indem man auf eine vegane Ernährung umsteigt. Mir ist bewusst, dass dies eine Herausforderung sein kann und erfordert, dass du deine Essgewohnheiten und Einkaufsgewohnheiten ändert. Aber sind wir ehrlich zu uns selbst, ist diese Umstellung kein Hinderniss.
Es lohnt sich für jeden, denn wir alle können einen Beitrag dazu leisten, die Welt um uns herum zu verbessern.