Die 10 besten Argumente für Veganismus

Du bist auf dem Weg dazu, vegan zu leben oder willst andere überzeugen? Mit diesen 10 Fakten, einer Portion Humor und ein paar pflanzlichen Snacks in der Tasche kannst du gut argumentieren. Also, zieh deine veganen Siebenmeilenstiefel an und lass uns loslegen!
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Veganismus: 10 Argumente für ein veganes Leben

Lies diesen Beitrag, wenn du gute Argumente für ein veganes Leben suchst

Veganismus ist ein kontroverses Thema! Deswegen ist es immer gut, schlagfertig mit Fakten und einer Portion Humor bewaffnet zu sein. Denn Achtung: Bist du vegan, bereite dich darauf vor, häufiger Fragen wie „Woher bekommst du dein Eiweiß?“ oder „Ist das wirklich gesund?“ zu hören.

Veganismus

Was ist Veganismus?

Veganismus ist eine Ernährungsweise und eine Lebenshaltung.

  • Wir Veganer essen rein pflanzlich und verzichten auf sämtliche Nahrungsmittel tierischen Ursprungs.
  • Darüber hinaus meiden wir auch andere Tierprodukte wie Leder, Wolle, Seide, Kosmetika etc.
  • Wir lehnen weitere Formen der Ausbeutung von Tieren ab, wie beispielsweise Tierversuche, Zoo, Zirkus, Tierzuchten für Profit (Puppy Mills) etc.

Auch ich habe Veganer früher für Spinner gehalten, bis ich mich intensiv mit Veganismus beschäftigt habe. Die 10 typischen „ABER“-Zweifel habe ich hier gelistet und beantwortet – so habt ihr gute Argumente in Diskussionen um Veganismus.

1. Aber so schlimm ist die Massentierhaltung doch nicht, wir haben doch Gesetze

Das wichtigste zuerst: Gesetze definieren Mindeststandards, kein Tierwohl. Tierschutzgesetze in der EU und Deutschland legen vor allem Mindestanforderungen fest. Diese orientieren sich häufig an wirtschaftlicher Machbarkeit und nicht am natürlichen Verhalten der Tiere.

Beispiel: Masthühner dürfen in hoher Besatzdichte gehalten werden, obwohl dies nachweislich Stress, Verletzungen und Krankheiten fördert. Das bedeutet: Legal ist nicht gleich tiergerecht.

Was mich besonders frustriert: Viele gesetzliche Ausnahmen ermöglichen weiterhin tierquälerische Praktiken. Beispiele: 

  • Schwanzkupieren bei Schweinen (trotz Verbots oft weiterhin Praxis)
  • Hodenentfernung ohne Betäubung bei Ferkeln
  • Enthornung von Rindern ohne ausreichende Betäubung in bestimmten Fällen
  • Hochleistungszucht mit gesundheitlichen Folgen

Kontrollen sind lückenhaft und selten! Die Einhaltung der Gesetze wird nicht flächendeckend überprüft. Kontrollen sind selten, vorher angekündigt, Kontrollstellen wie Veterinäramt personell unterbesetzt.

Dadurch bleiben viele Verstöße unentdeckt oder werden nur verzögert geahndet. Fachberichte zeigen, dass ein erheblicher Anteil der Betriebe Mängel aufweist.

Die vielen wiederkehrende Skandale wie in Bad Grönenbach, Asamhof Kissing und belegen, dass Gesetze nicht ausreichen um Tiere zu schützen. Zahlreiche investigative Recherchen wie von SOKO Tierschutz haben Misshandlung von Tieren in Ställen und Schlachthöfen, schwer verletzte oder kranke Tiere ohne Behandlung, Verstöße gegen Hygienevorschriften dokumentiert. 

1. Aber ist vegan eine gesunde ausgewogene Ernährung?

Veganer können sich leicht angemessen ernähren, ohne tierische Produkte zu konsumieren. Immer wieder hört man Geschichten, dass jemand vegan gelebt hat und krank wurde. Das kann sein, wie bei jeder anderen einseitigen Essensweise auch. Doch wenn du dich ausgewogen ernährst, beweisen die Millionen Veganer, dass ein veganes Leben gesund ist. Studien legen nahe, dass vegane Ernährung sogar gesünder sein kann.

Eine ausgewogene vegane Ernährung kann das Risiko für chronische Krankheiten deutlich senken. Studien zeigen, dass Veganer ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes haben. Pflanzliche Lebensmittel enthalten mehr Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und weniger gesättigte Fettsäuren. Laut großen Ernährungsstudien kann eine pflanzenbasierte Ernährung zudem den Cholesterinspiegel signifikant reduzieren. 

Guck dazu diese Dokus:

2. Aber ich brauche Proteine

Und was ist mit den Leuten, die sagen, dass man ohne Fleisch nicht genug Eiweiß bekommt? Pfft, das ist ein Klischee! Da hat die Tierausbeuter-Lobby ganze Arbeit geleistet. Veganer bekommen genug Eiweiß aus pflanzlichen Quellen wie Bohnen, Linsen und Tofu. Außerdem können sie auch alle anderen wichtigen Nährstoffe aus pflanzlichen Lebensmitteln beziehen. Lies hier meinen Blogbeitrag dazu!

Keine Sorge, du musst nicht auf deine Lieblingsgerichte verzichten. Es gibt mittlerweile unzählige vegane Alternativen, von veganem Truthahn zu veganem Käsekuchen. Deine Familie und Freunde werden staunen, wie lecker vegane Rezepte sein können.

2. Aber Pflanzen sind auch Lebewesen

Ja, Pflanzen leben, aber sie haben kein Gehirn und kein zentrales Nervensystem. Ich glaube, wir sind uns einig, dass das Abschneiden einer Gurke vom Stamm nicht das gleiche ist, wie einer Kuh die Kehle durchzuschneiden.

3. Aber für vegane Ernährung werden ganz viele Pflanzen verbraucht!

Es wird mehr Land für den Anbau von Pflanzen zur Fütterung von Tieren genutzt, als wir Fläche verbrauchen würden, wenn wir alle vegan leben würden. Es ist ineffizient, Tiere in Lebensmittel zu verwandeln. Wenn du dich vegan ernährst, könnten viel mehr Menschen satt werden. Aktuell füttern wir Tiere mit Lebensmitteln wie Mais, und im selben Land sterben Menschen an Unterernährung.

Auch das Klima profitiert durch die geringere Emissionen von Pflanzenanbau:

  • Tierhaltung verursacht laut Studien etwa 14–18 % der globalen Treibhausgasemissionen.
  • Besonders Rindfleischproduktion erzeugt hohe Mengen Methan.
  • Pflanzliche Lebensmittel haben im Vergleich deutlich geringere CO₂-Emissionen.
  • Eine vegane Ernährung kann den individuellen CO₂-Fußabdruck im Bereich Ernährung um bis zu 50 % senken. 

4. Aber das ist der Kreislauf des Lebens

Nein! Der Kreislauf des Lebens ist nicht, Tiere in Massentierhaltung zu quälen, ihnen die Schwänze, Schnäbel, Ohren und Hoden abzuschneiden, ihre Zähne auszubrechen, ihre Hörner auszubrennen, sie jahrelang an Ketten zu legen, sie in Käfige zu quetschen oder in Kastenständen zu halten, wo sie sich nicht mal im Kreis drehen können.

Würdest du deine Argumentation bei anderen Ungerechtigkeiten wie Vergewaltigung, Inzest, Kannibalismus, Töten und Essen von Kindern auch auf das Argument „Kreislauf des Lebens stützen?

5. Aber wenn die Tiere human getötet werden?

Was ist humanes Töten? Wie kann ich dich auf humane Weise töten, wenn du nicht getötet werden willst? Wie kann ich dich auf humane Weise versklaven und ermorden? Wie rechtfertigst du es, jemanden human zu töten, der leben will, nur um dein Sandwich zu essen und den Geschmack zu genießen?

6. Aber es schmeckt gut!

Rechtfertigen die paar Sekunden Geschmack, dass ein anderes Lebewesen jahrelang verletzt und gequält wird und dann einen schrecklichen Tod stirbt?

  • Wenn ein Vergewaltiger die Vergewaltigung genießt – ist das dann in Ordnung?
  • Was, wenn ich anfange, einen Hund zum Vergnügen zu treten?
  • Ist eine Minute deines Vergnügens mehr wert als das, was diese Tiere durchmachen müssen?

7. Aber Löwen und andere Tiere fressen auch Tiere!

Warum sind Löwen dein moralischer Kompass? Löwen haben keine Wahl. Du hast sie. Schau dich um, es gibt Supermärkte :-). Nur weil wir Fleisch,  Fisch, Eier und Milchprodukte essen können, heißt das nicht, dass wir Tiere töten oder ausbeuten sollten.

8. Aber mit veganem Essen hier helfe ich niemandem

Doch! Fakt ist, dass ein Großteil der globalen Agrarflächen für Tierfutter genutzt wird statt für direkte menschliche Ernährung. Würden diese Flächen effizienter genutzt, könnten mehr Menschen ernährt werden. Studien zeigen, dass pflanzliche Ernährungssysteme mehr Kalorien pro Fläche liefern. Dies ist besonders relevant, weil unsere  Weltbevölkerung wächst.

9. Aber wie schütze ich das Klima durch veganes Leben?

Klimaschutz durch geringere Emissionen ist ein Fakt. Wir Veganer schützen das Klima gleich vierfach! 

  1. Weniger Treibhausgase: Tierhaltung verursacht große Mengen Methan und CO₂. Eine vegane Ernährung kann den CO₂-Fußabdruck der Ernährung um bis zu 50 % senken.
  2. Weniger Abholzung: Wälder werden für Weiden und Tierfutter gerodet. Weniger Fleischkonsum schützt wichtige CO₂-Speicher wie unsere Regenwälder.
  3. Geringerer Wasserverbrauch: Rindfleisch benötigt bis zu 15.000 Liter Wasser pro kg. Pflanzliche Lebensmittel verbrauchen deutlich weniger.
  4. Weniger Umweltbelastung: Massentierhaltung produziert Gülle und klimaschädliche Gase. Veganismus reduziert diese Emissionen direkt.

10. Aber ihr seid zu wenige! So viele Veganer gibt es in 2026

Es existieren keine genauen Studien zu der Frage, wie viele Menschen auf der Welt vegan leben.

Aktuelle Studien zufolge

  • gibt es in Deutschland 2% Veganer (Ernährungsreport 2024 deutschland.de), das sind circa 1,7 Millionen Menschen.
  • In Österreich sind es laut einer Studie aus dem Jahr 2018 rund 3%.
  • In der Schweiz sind es im Jahr 2019 rund 4%.
  • Statista prognostiziert für Europa einen Anstieg von 6,6 Millionen im Jahr 2023 auf 8,3 Millionen im Jahr 2033 (Studie Meat Avoiders 2025).
  • Inder liegen mit 9% Veganern in der Bevölkerung weltweit vorn.
  • Weltweit leben circa 
  • Weltweit seien es 155 Millionen Veganer, rechnet die Seite wordpopulationreview.com.

Veganismus: Mein Fazit

Vegan leben ist leicht. Es ist nur schwer, wenn du an dich selbst denkst. Vegan leben bedeutet, anders zu kaufen und anders zu denken. Das kann dich zeitweilig außerhalb deiner Komfortzone bringen. Jedes Tier, das du dadurch verschonst, ist das wert! Und du bist nicht mehr verantwortlich dafür, dass Tiere gequält werden.

Neben ethischen Gründen (Tierwohl und Tierrechte) gibt es auch viele ökologische und gesundheitliche Argumente für eine vegane Lebensweise.

Im Veganismus geht es um einen besseren Planeten und ein besseres Leben für alle, einschließlich der Tiere und deiner Gesundheit. Veganismus bietet auch viele kulinarische Möglichkeiten, da es mittlerweile unzählige vegane Alternativen gibt. Veganismus ist eine Möglichkeit, einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Tiere zu leisten. 

Ob aus Mitgefühl mit Tieren, aus Umweltschutz, aus Mitgefühl mit Menschen, die anderswo hungern oder in den Tierfabriken arbeiten: Vegan Leben bedeutet, ein besseres Leben für alle zu schaffen.

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